Strahlfäule

Strahlfäule ist eine häufige Erkrankung des Pferdehufes, bei der das Horn des Strahls durch bakterielle Einwirkung zersetzt wird und charakteristisch übelriechende, schwärzliche Massen entstehen.

Strahlfäule (lat. Pododermatitis circumscripta oder Achor ungulae) bezeichnet die infektiöse Zersetzung des Strahlhorns am Pferdehuf. Der Strahl ist das keilförmige, gummiartige Horngebilde an der Unterseite des Hufes, das als natürlicher Stoßdämpfer fungiert und zur Durchblutungsförderung beiträgt. Wird dieses Gewebe durch Bakterien angegriffen, kommt es zu einer fortschreitenden Verweichung und Zerstörung des Hornmaterials.

Ursachen und Entstehung

Als Hauptverursacher gilt das anaerobe Bakterium Fusobacterium necrophorum, das in feuchten, sauerstoffarmen Umgebungen gedeiht. Begünstigende Faktoren sind dauerhaft feuchte oder unhygienische Stallbedingungen, unzureichende Hufpflege sowie mangelnde Bewegung des Pferdes. Letztere ist insofern bedeutsam, als ein aktiver Hufmechanismus die Selbstreinigung des Strahls unterstützt und die Durchblutung anregt. Auch enge Strahlfurchen oder ein tiefer, übergewachsener Strahl können die Belüftung erschweren und so die Ansiedlung von Keimen fördern.

Symptome und Erkennung

Das auffälligste Merkmal der Strahlfäule ist ein charakteristisch fauliger, stechender Geruch, der beim Ausputzen des Hufes wahrnehmbar ist. Das betroffene Strahlhorn ist aufgeweicht, verfärbt sich schwärzlich und lässt sich oft mit dem Hufmesser leicht ausheben. In den Strahlfurchen sowie in der Mittelfurche finden sich typischerweise schwärzlich-schmierige Massen. Im frühen Stadium ist die Erkrankung häufig schmerzlos; greift die Zersetzung jedoch auf tiefere Hornschichten oder auf das empfindliche Gewebe über, können Lahmheiten auftreten.

Behandlung

Die Therapie besteht zunächst in der gründlichen Entfernung des zersetzten Hornmaterials durch den Hufschmied oder Tierarzt. Anschließend werden die betroffenen Bereiche mit geeigneten desinfizierenden oder austrocknenden Mitteln behandelt, etwa mit Jodtinktur, Kupfersulfatlösung oder speziellen Strahlfäulepräparaten. Wichtig ist die konsequente Trockenlegung des Hufes sowie eine verbesserte Stallhygiene. Bei tiefer reichenden Infektionen kann eine tierärztliche Behandlung mit systemischen Antibiotika notwendig sein.

Vorbeugung

Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist eine regelmäßige, fachgerechte Hufpflege, die das Ausputzen und Kontrollieren aller Hufbereiche einschließt. Trockene, saubere Einstreu und ausreichend Bewegung tragen wesentlich dazu bei, ein feuchtes Milieu zu verhindern und den Hufmechanismus aktiv zu halten. Regelmäßige Besuche des Hufschmieds ermöglichen es zudem, erste Anzeichen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Häufige Fragen

Was ist Strahlfäule beim Pferd?

Strahlfäule ist eine infektiöse Erkrankung des Pferdehufes, bei der das Horn des Strahls durch bakterielle Einwirkung zersetzt wird und schwärzliche, übel riechende Massen entstehen. Der Hauptverursacher ist das anaerobe Bakterium *Fusobacterium necrophorum*, das in feuchten, sauerstoffarmen Umgebungen gedeiht.

Wie erkenne ich Strahlfäule bei meinem Pferd?

Das auffälligste Merkmal der Strahlfäule ist ein charakteristisch fauliger, stechender Geruch beim Ausputzen des Hufes. Das betroffene Strahlhorn ist aufgeweicht, schwärzlich verfärbt und lässt sich leicht ausheben; in den Strahlfurchen finden sich typischerweise schwärzlich-schmierige Massen.

Ist Strahlfäule beim Pferd schmerzhaft?

Im frühen Stadium ist Strahlfäule häufig schmerzlos. Greift die Zersetzung jedoch auf tiefere Hornschichten oder empfindliches Gewebe über, können Lahmheiten auftreten.

Welche Ursachen hat Strahlfäule beim Pferd?

Strahlfäule entsteht vor allem durch dauerhaft feuchte oder unhygienische Stallbedingungen, unzureichende Hufpflege und mangelnde Bewegung des Pferdes. Auch enge Strahlfurchen oder ein übergewachsener Strahl können die Belüftung erschweren und die Ansiedlung von Keimen begünstigen.

Was fördert die Entstehung von Strahlfäule beim Pferd?

Mangelnde Bewegung begünstigt Strahlfäule, weil ein aktiver Hufmechanismus die Selbstreinigung des Strahls unterstützt und die Durchblutung anregt. Zusätzlich erhöhen unhygienische Haltungsbedingungen und vernachlässigte Hufpflege das Erkrankungsrisiko erheblich.

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